Heimwerker Blog

Einen eigenen Brunnen zu bauen ist einfacher als man denkt. Voraussgesetzt man hat das richtige Werkzeug und die Anleitung vom LK Heimwerker Blog.

 

Anleitung zum Brunnenbau für Gartenbewässerung eines Grundstücks

 

 

Zur Herstellung eines Brunnens mit Hilfe der Kiespumpe geht man wie folgt vor:

Zuerst wird mit dem Erdbohrer Ø 200 ein Loch gebohrt. Wenn die Standfestigkeit des Bodens es zulässt, möglichst bis zur Grundwassergrenze. Ab hier fällt das Zufügen von Wasser weg, was beim Arbeiten mit der Kiespumpe notwendig ist.

Jetzt wird das Brunnenrohr eingebracht, beginnend mit einem Vollrohr (Sumpfrohr) und den aufgeschraubten Filterrohren, fortführend mit Vollrohren mit dem Außengewinde nach oben. Das senkrecht stehende Brunnenrohr wird oben mit eingehängten Gewichten beschwert, die das Rohr beim Plunschen nach unten bewegen.

Über die Bohrstelle wird der Dreibock mittig positioniert. Mit dem Seil über die Umlenkrolle wird die Kiespumpe bis zum Grund hinab gelassen.

Ab jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Man zieht ruckartig an dem Seil um den Kolben nach oben zu bewegen. Anschließend lässt man den Kolben wieder ab. Dieses wird so oft wiederholt, bis die Pumpe gefüllt ist. Ab und zu hebt man die gesamte Pumpe an und lässt sie wieder ab, damit sie an einen anderen Platz zu stehen kommt und sich nicht zu sehr am Boden fest saugt. Den Füllgrat der Pumpe kann man durch den geringer werdenden Hub des Kolbens einschätzen. Die gefüllte Pumpe wird nach oben gezogen und entleert. Während des Plunschens ist darauf zu achten, dass die Pumpe ständig im Wasser steht, da der Saugeffekt nur mit nassem Bohrgut erreicht wird. Zu Beginn des Plunschens ist evtl. Wasser von oben in das Bohrloch einzufüllen. Um die Mantelreibung des Bohrrohres nicht zu erhöhen, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass kein Wasser auf die Außenseite des Rohres gelangt.

Stockt der Bohrfortschritt, auch nach Erhöhung der am Rohr eingehängten Auflast, kann mit dem Bohrer Ø 95 mm der Boden im Brunnenrohr aufgelockert werden.

Optimal ist im Brunnen eine Wassersäule von mindestens 4 m über den Filterrohren. Bei einer Filterstrecke von 2 m und einem Sumpfrohr von 1 m, sollte eine Wassertiefe von 7 m messbar sein.

Um später lokale Einsaugungen von Feinsanden zu vermeiden, ist eine eingehängte Unterwasserpumpe oberhalb der Filterstrecke mit einer Überdeckung von 3 m Wasser zu positionieren.

Nach erfolgter Abteufung des Brunnenrohres wir der Brunnengrund mit Quellton abgedichtet.

 

Glück Auf